Zur Nutzung der Virtualisierung unter Windows ist es notwendig, die Virtualisierungsfunktionen im BIOS zu aktivieren. Diese können abhängig vom Hersteller unterschiedlich heißen. Intel nennt diese beispielsweise „Intel VT-x“ oder „Intel Virtualization Technology“. Bei AMD lautet die Bezeichnung „AMD-V“ oder „SVM Mode“. Häufig sind die Virtualisierungsfunktionen im BIOS standardmäßig aktiviert.
Auf jeden Fall ist davon abzuraten, ohne Hintergrundwissen Werte im BIOS zu ändern. Nur wer die hinter den Einstellungen stehenden Funktionen auch versteht, sollte die Einstellungen der systemrelevanten Parameter im BIOS verändern. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Rechner oder Peripherie nicht mehr einwandfrei arbeiten und nur durch Zurücksetzen des BIOS oder mit Hilfe des IT-Supports wieder in einen funktionsfähigen Zustand kommen.
AMD-V
AMD stattet neuere CPUs direkt mit Virtualisierungsfunktionen aus. Diese Funktionen, ursprünglich unter den Codenamen AMD-Pacifica und Intel-Vanderpool bekannt, sind mittlerweile als AMD-V oder Intel-VT verfügbar. Seit 2005 integriert Intel Intel-VT in alle Server- und Client-Prozessoren. Früher deaktivierten speziell Notebookhersteller diese Funktionen, um Energie zu sparen. Inzwischen verhindern Motherboard-Hersteller jedoch, dass sich AMD-V bei kompatiblen Prozessoren über das BIOS abschalten lässt.
Intel KVM
KVM steht für „Kernel-based Virtual Machine“ und beschreibt eine Virtualisierungstechnik für Linux auf x86-Hardware von Intel. Ein KVM-Switch ermöglicht es, mehrere Rechner von einem oder mehreren Arbeitsplätzen aus mit nur einer Tastatur, einem Monitor und einer Maus zu steuern. Dabei übernimmt der Switch die Rolle einer Schaltzentrale zwischen der Bedienkonsole (Keyboard, Video, Mouse) und den angeschlossenen Rechnern oder Servern.
Intel VT-x
VT-x (Intel Virtualization Technology) ist eine Hardwarevirtualisierung von Intel, die in modernen Prozessoren integriert ist. Sie ermöglicht es, mehrere Betriebssysteme effizient auf einer einzigen physischen Maschine auszuführen, indem sie die Leistung von Virtualisierungssoftware verbessert.