In den meisten Firmen steht irgendwann der Wechsel der Telefonanlage an. Die Internet-Telefonie bietet viele Komfort- und Zusatzfunktionen gegenüber den alten analogen und ISDN-Anlagen. Doch worauf sollten Sie beim Wechsel unbedingt achten und gibt es Unterschiede zwischen SIP- und VoIP-Anlagen?
Die Arbeitswelt wird immer mobiler. Da ist es gut, wenn sich auch die unternehmenseigene Telefonanlage darauf einstellt und entsprechende Funktionen für das mobile Arbeiten umfasst.
Das können digitale Assistenzsysteme sein, die Anrufe für Sie entgegennehmen, oder eine nahtlose Integration in Videokonferenzsysteme wie Teams und Co. Die Internet-Telefonie eröffnet viele neue Möglichkeiten für produktiveres Arbeiten.
Die Abkürzung „VoIP“ steht für „Voice-over-Internet-Protocol“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Sprachübertragung über das Internet-Protokoll“. Gemeint ist das Telefonieren über Netze, die das Internet-Protokoll nutzen. Man nennt diese Netze auch IP-basiert.
Das bekannteste IP-basierte Netzwerk ist das Internet selbst. Aber auch viele Unternehmen verwenden das Internet-Protokoll für ihr Firmennetzwerk. Die Bezeichnung „VoIP“ und das davon abgeleitete „voipen“ haben sich als Begriffe für das Telefonieren über das Internet etabliert.
„SIP“ wiederum ist das Kürzel für „Session-Initiation-Protocol“, auf Deutsch: Verbindungsaufbauprotokoll. SIP ist eines von mehreren Netzwerkprotokollen, die Sprechverbindungen über Computernetzwerke herstellen. Alternative Protokolle sind beispielsweise H.323 und Megaco (H.248) sowie ISDN-over-IP.
Von allen Protokollen für das Telefonieren über Internet ist SIP das bekannteste und am meisten genutzte. Daher wird der Verbindungsaufbau per SIP häufig gleichgesetzt mit VoIP und der Internet-Telefonie im Allgemeinen. Technisch ist dies nicht ganz korrekt, weil es eben auch andere Protokolle für diesen Zweck gibt.
Hybrides Telefonsystem: VoIP mit SIP
Bei der Suche nach einer neuen Telefonanlage oder beim Kauf von Endgeräten wird Ihnen immer wieder der Begriff „hybrides Telefonsystem“ oder „hybride Telefonanlage“ begegnen. Eine hybride Telefonanlage unterstützt einerseits die analoge oder leitungsgebundene Telefonie. In der Fachsprache heißt diese Art der Telefonie auch Public Switched Telephone Network (PSTN, auf Deutsch: öffentlich vermitteltes Telefonnetz) oder Plain Old Telephone Service (POTS, auf Deutsch: einfacher alter Telefondienst).
Andererseits beherrscht eine solche hybride Telefonanlage auch die moderne VoIP-Telefonie über das Internet. Dadurch ist sie ideal für die Kombination alter und neuer Technik in einer gemeinsamen Installation. Dies kann beispielsweise für Firmen interessant sein, die verschiedene Standorte mit alter und neuer Technik haben und diese telefontechnisch integrierten möchten.
Eine Hybridanlage ist ebenfalls eine gute Wahl für Unternehmen, die noch alte PSTN-Technik nutzen, aber in absehbarer Zeit auf VoIP umsteigen möchten – ohne dafür die Anlage wechseln zu müssen.
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Wie eingangs geschrieben gibt es verschiedene Protokolle für den Aufbau eines Internet-Telefonats, von denen SIP das mit Abstand meistgenutzte ist. Mit SIP-Telefonen und SIP-Telefonanlagen haben Sie deshalb einen entscheidenden Vorteil: Für solche Anlagen finden Sie jederzeit bei vielen unterschiedlichen Anbietern am Markt Ersatz und neue Geräte. Sie sind also sehr flexibel aufgestellt.
SIP-Anlagen arbeiten mit einem sogenannten SIP-Trunk. Das ist eine Art Verbindungsknoten zum Internet, über den Sie Ihre interne Telefonanlage mit anderen Teilnehmern und Netzen verbinden. Zwischen dem SIP-Trunk und Ihrer eigenen Telefonanlage bestehen virtuelle Datenleitungen – vergleichbar mit den früheren physischen Telefonleitungen bei einer analogen Anlage. Über diese Leitungen laufen alle Gespräche. Den Betrieb eines solchen SIP-Trunks nennt man auch SIP-Trunking.
Der SIP-Trunk verbindet die SIP-Telefonanlage mit dem Internet und dem öffentlichen Telefonnetz. Über virtuelle Datenleitungen ist der SIP-Trunk mit der unternehmenseigenen Telefonanlage verbunden. Über diese Datenleitungen laufen alle Telefongespräche.
Trotzdem bieten einige Hersteller Telefone und Telefonanlagen an, die SIP nicht unterstützen und stattdessen mit einem herstellereigenen Protokoll arbeiten.
Wenn Sie sich für eine solche Telefonanlage entscheiden, können Sie diese später nur mit Endgeräten desselben Herstellers beziehungsweise mit kompatiblen Geräten kooperierender Hersteller nutzen. Sie sind somit auf das sogenannte Ökosystem, also die Systemwelt eines bestimmten Anbieters angewiesen. Stellt dieser Anbieter sein Produkt ein, können Sie Ihre Telefonanlage wahrscheinlich nicht mehr erweitern.
Auch gegenüber der klassischen PSTN-Technik bietet VoIP mit SIP Ihnen deutliche Vorteile:
Viele Komfortfunktionen: VoIP-Telefone bieten meist schon in der Basisversion zahlreiche Komfortfunktionen wie digitale Anrufbeantworter, persönliche Telefonbücher sowie Konferenzschaltungen über zwei und mehr Leitungen.
Einfache Integration in andere Technologien: Ihre VoIP-Technik können Sie leichter mit anderen Kommunikationskanälen zusammenführen. Beispielsweise können Sie Sprachaufzeichnungen direkt an Ihren Computer weitersenden, wo auf Wunsch eine künstliche Intelligenz (KI) eine Zusammenfassung für Sie erstellt. Verschiedene Office-Programme mit KI-Assistenz bieten Ihnen diese Möglichkeit bereits.
Vorhandene Infrastruktur nutzen: Die VoIP-Telefonie funktioniert als Dienst über vorhandene IP-basierte Datennetze via Ethernet oder WLAN, wobei sie sich die Leitungen mit anderen Diensten teilt. Somit müssen Sie kein separates Telefonnetz mehr parallel zum Firmennetz für Ihre Arbeitsplatz-Computer betreiben.
Strom und Platz sparen: VoIP-Telefone sind in der Regel sehr energiesparend, sodass Sie viele Geräte sogar über Power over Ethernet (PoE) mit Strom versorgen können, also keine separaten Netzteile benötigen. So haben Sie weniger Kabel an den Arbeitsplätzen und damit mehr Steckdosen frei für andere Geräte.
Praktische SIP-Adressen: VoIP-Telefone mit SIP bieten Ihnen neben einer Telefondurchwahl eine zusätzliche Adresse in Textform, ähnlich einer E-Mail-Adresse. Diese SIP-Adresse kann beispielsweise Ihren Namen und Ihren Firmennamen enthalten. So müssen sich Ihre Geschäftspartner:innen keine lange Telefonnummer mehr merken, um Sie zu erreichen.
Ideal für mobiles Arbeiten: Ihre Mitarbeiter:innen sind auch unterwegs oder im Homeoffice unter ihrer bekannten Büro-Durchwahl erreichbar. Die Anrufe werden einfach auf das Smartphone oder das heimische Festnetz-Telefon weitergeleitet.
Bessere Erreichbarkeit: Falls doch mal Mitarbeiter:innen nicht erreichbar sind: Über sogenanntes Call-Picking können Kolleg:innen im Büro eingehende Anrufe anderer Anschlüsse bei sich annehmen und so die Erreichbarkeit des Unternehmens für Kund:innen und Geschäftspartner:innen erhöhen.
Einfach ausbaubar: Eine VoIP-Anlage, die SIP unterstützt, können Sie vergleichsweise einfach um neue Services erweitern. Das kann beispielsweise die vorgeschaltete Einwahl über ein externes Service-Center sein oder die Integration sogenannter KI-Agenten. Das sind Programme, die Anrufe für Sie entgegennehmen, einfache Dialoge in verschiedenen Sprachen mit Ihren Anrufer:innen führen und diese hausintern an die richtige Abteilung weiterleiten.
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Die Wahl der passenden Telefonanlage für Unternehmen
Lange Zeit waren analoge Anlagen oder ISDN-Telefonanlagen wie Siemens HiCom oder Alcatel-Lucent 4200 in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen Standard. Heute sind bei Neuinstallationen VoIP-Systeme die erste Wahl: Bereits im Jahr 2020 verwendeten rund 61 Prozent der deutschen Firmen laut einer Umfrage von Bitkom Research die IP-Telefonie in Verbindung mit einer Unified-Communications-Lösung.
Dabei geht die VoIP-Telefonie inzwischen den nächsten Evolutionsschritt: Immer mehr Unternehmen ersetzen ihre bisherige physische Telefonanlage durch ein virtuelles Cloud-System. Eine solche Cloud-Telefonanlage ist nicht nur günstiger als eine klassische Telefonanlage. Sie ist beispielsweise auch zuverlässiger, weil der Anbieter sie direkt in seiner Cloud bereitstellt – und damit Wartungsarbeiten und Serviceeinsätze am Firmensitz komplett entfallen.
Auf Kundenseite werden lediglich die IP-Telefone an die entsprechenden Netzwerkbuchsen in den Büros angeschlossen und so mit dem Internet verbunden. Anschließend richten Sie die Geräte entweder selbst ein und verbinden sie mit dem Internet – oder Sie lassen diesen Schritt vom Anbieter erledigen.
Derartige Cloud-Anlagen können sogar im laufenden Betrieb Updates und neue Funktionen erhalten. Außerdem lassen sie sich in wachsenden Unternehmen fast beliebig nach oben skalieren, ohne hierbei an technische Grenzen zu stoßen.
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SIP ist ein Protokoll für den Verbindungsaufbau bei der Internet-Telefonie. Viele sogenannte VoIP-Systeme unterstützen das SIP-Protokoll.
Eine Internet-Telefonanlage ohne SIP-Funktionalität bindet Sie an ein bestimmtes Herstellerprotokoll und schränkt Sie daher bei einer Anlagenerweiterung stark ein.
Die Internet-Telefonie bietet Ihnen viele neue Funktionen gegenüber analogen Anlagen.
In eine Telefonanlage auf SIP-Basis können Sie über das Internet Dienste Dritter integrieren, beispielsweise digitale Assistenten oder KI-Funktionen.
Tipps und Regeln für erfolgreiche Telefonkonferenzen
Kommunikation in Unternehmen findet heute auf viele unterschiedliche Arten statt – zum Beispiel per E-Mail, Business-Messenger und Kollaborations-Tool. Doch das Telefon hat längst nicht ausgedient und ist ein wichtiger Teil der Unified-Communication, einem Konzept, dass all diese Formen zusammenführt. Auch Besprechungen in Gruppen finden nach wie vor über das Telefon statt. Denn statt auf Videokonferenzen setzen viele Unternehmen auf reine Audiokonferenzen. Doch was sollten Sie dringend beachten, damit Ihre Telefonkonferenz ein Erfolg wird?
Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter, über die Sie Telefonkonferenzen abhalten können. Sie können aber auch Kommunikations-Suiten wie etwa Microsoft Teams verwenden, um eine solche Konferenz durchzuführen. Vor dem Start einer telefonischen Besprechung mit mehreren Teilnehmer:innen brauchen Sie aber eine gute Vorbereitung und verbindliche Regeln. Hier erfahren Sie, was Sie tun müssen, damit Ihre Telefonkonferenz ein Erfolg wird.
In der modernen Arbeitswelt sind effiziente und kostengünstige Kommunikationslösungen für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. VoIP-Gateways spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie die Brücke zwischen traditionellen Telefonnetzen und modernen IP-basierten Kommunikationssystemen schlagen.
In diesem Beitrag erhalten Sie die wichtigsten Informationen über die Funktionsweise von VoIP-Gateways, ihre Vorteile und den Vergleich zu herkömmlichen PBX-Systemen. Außerdem erfahren Sie, wie VoIP-Gateways die Art und Weise revolutionieren, wie Unternehmen kommunizieren – und welche Vorteile sie für Ihr Unternehmen bieten können.
Sperrige Telefonanlagen, die ganze Räume in Beschlag nehmen, gehören längst der Vergangenheit an. Auch die lange Zeit den Standard bestimmende ISDN-Technik ist veraltet. Längst findet Telefonie in Unternehmen nicht mehr über klassische Telefondrähte, sondern über das Internet statt. Diese moderne Telefontechnik bezeichnen Expert:innen als „Voice-over-IP“ (VoIP).
Was VoIP ist, wie VoIP-Telefonie funktioniert und was die wichtigsten Vorteile für Ihr Unternehmen sind, lesen Sie in diesem Beitrag.
Bürotechnik kostet Geld. Viele kleine und mittelständische Firmen leasen oder mieten ihre Telefone daher, anstatt sie zu kaufen. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie Sie Ihre Ausgaben in diesem Bereich senken können: durch den Umstieg auf Softphones.
In der modernen Geschäftswelt sind flexible und kosteneffiziente Kommunikationslösungen gefragt. Softphones bieten Ihrem Unternehmen eine ideale Möglichkeit, Ihre Telefonie unabhängig von physischen Telefonanlagen zu gestalten. Ihre Belegschaft kann von überall aus über das Internet telefonieren – sei es am Arbeitsplatz, im Homeoffice oder unterwegs.
Doch was genau ist ein Softphone? Wie funktioniert es und welche Vorteile bietet es im Vergleich zu klassischen Telefonanlagen? Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Technologie.
PBX-Telefonanlagen: Lösungen für Unternehmen im Vergleich
Telefonanlagen sind in Unternehmen nach wie vor eine wichtige Schnittstelle für die interne und externe Kommunikation. Doch die Zeiten, in denen eine Telefonanlage bzw. PBX (Private Branch Exchange) lediglich Gespräche im klassischen Telefonnetz vermittelte, sind längst vorbei. Moderne Telefonanlagen können als Kommunikationszentrale in einem Unternehmen dienen und verbinden Telefone, Computer und Mobilgeräte miteinander. Sie können die Telefonie sogar mit anderen Geschäftsprozessen verbinden – über das Telefonnetz, das Internet oder die Cloud.
Unternehmen bedienen sich heute einer Vielzahl an Kommunikationsformen. Und obwohl Collaboration-Tools, Business-Messenger, E-Mails und Videokonferenzen stets im Geschäftsalltag präsent sind, spielen auch normale Audiogespräche noch eine wichtige Rolle. Das kann etwa bei der kurzen Abstimmung innerhalb der Belegschaft, für Telefonate mit Partnerunternehmen oder dem Kundenservice der Fall sein.
Welche Telefonanlagen es heutzutage gibt und welche PBX am besten für Ihr Unternehmen geeignet ist, erfahren Sie hier.
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