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Die 15 besten Mittelalterfilme bei Netflix, Amazon Prime und Co.
Das Mittelalter übt seit jeher eine ganz besondere Faszination auf uns aus. Epische Schlachten, politische Intrigen und Heldengeschichten prägen den Mythos dieser Epoche. Kein Wunder, dass inzwischen unzählige Mittelalterfilme bei Netflix, Amazon Prime, Sky, Maxdome und Co. verfügbar sind. Damit du den Überblick behältst, haben wir hier die 15 besten Mittelalterfilme aller Zeiten für dich aufgelistet.
Königreich der Himmel: Monumentales Epos von Ridley Scott
Schmied Balian (Orlando Bloom) steht nach den Toden seiner Frau und seines Kindes vor dem Nichts. Geächtet von der Gesellschaft, bricht der junge Mann zu einer Reise auf und tritt dabei nicht nur in die Fußstapfen seines weltberühmten Vaters, sondern wird außerdem zu einer entscheidenden Figur in einem der größten Konflikte des Mittelalters.
Darum solltest du Königreich der Himmel sehen:
Für Blockbuster wie Königreich der Himmel wurde das Genre des Monumentalfilms erfunden. Gigantische Schlachten inklusive schwindelerregender Actionsequenzen hat Regisseur Ridley Scott (Gladiator) en masse in petto.
Monumental ist auch die Besetzungsliste mit Weltstars wie Orlando Bloom (Der Herr der Ringe), Eva Green (Dumbo), Liam Neeson (96 Hours), Edward Norton (American History X) und Nikolaj Coster-Waldau (Game of Thrones).

Epische Schlachten warten auf Orlando Bloom in Königreich der Himmel | © Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Lass die Finger weg, wenn…
…du eine historisch akkurate Auseinandersetzung mit der Kreuzzug-Epoche erwartest. Königreich der Himmel nimmt es nicht ganz so genau mit der geschichtlichen Vorlage und setzt eher auf opulente Schlachten statt auf eine authentische Darstellung der damaligen Zeit.
Der Medicus: Imposanter Mittelalterfilm mit Elyas M’Barek und Ben Kingsley
Robert Cohen (Tom Payne) verfügt über die unglaubliche Gabe, den Tod einer Person durch Handauflegen vorherzusehen. Nach dem Ableben seiner Mutter begibt sich der junge Mann auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt und macht sich auf die Suche nach dem größten Heiler aller Zeiten.
Darum solltest du Der Medicus sehen:
Bildgewaltige Mittelalter-Epen kann nicht nur Hollywood. Das bewies der deutsche Regisseur Philipp Stölzl (Nordwand) 2013 mit der Verfilmung des Weltbestsellers Der Medicus von Noah Gordon. Ein grandios zusammengestelltes Starensemble mit Ben Kingsley (Gandhi), Tom Payne (The Walking Dead) und Elyas M’Barek (Fack ju Göhte) trägt das visuelle Schwergewicht und verleiht den Charakteren Tiefgang. Hier passt so ziemlich alles.

In Der Medicus wird Tom Payne (unten) zum Schüler vom größten Heiler aller Zeiten | © Universal Pictures International Germany GmbH
Lass die Finger weg, wenn…
…du mehr als das klassische Gut-gegen-Böse-Schema sehen willst. Moralischen Grauzonen räumt Stölzl in Der Medicus keinen Platz ein und vereinfacht damit einige Konflikte, die im Buch deutlich komplexer herausgearbeitet sind.
Robin Hood - König der Diebe: Kevin Costner als Held in Strumpfhosen
Nach seiner Rückkehr aus Jerusalem findet Robin Hood (Kevin Costner) sein Heimatdorf in Großbritannien im Chaos vor. Sein Vater wurde getötet, sein Anwesen niedergebrannt und das gesamte Hab und Gut der Familie beschlagnahmt. Dahinter steckt der Sheriff von Nottingham (Alan Rickman). Doch der hat seine Rechnung ohne Robin Hood gemacht, der Rache schwört und die Geknechteten von ihrem Leid erlösen will.
Darum solltest du Robin Hood – König der Diebe sehen:
Robin Hood – König der Diebe will vor allem unterhalten, und das gelingt Regisseur Kevin Reynolds (Waterworld) exzellent. Kevin Costner (Der mit dem Wolf tanzt) überzeugt als titelgebender Held und spielt seine Rolle mit der nötigen Portion Ironie, die eingebettet in die opulente Inszenierung voll ins Schwarze trifft.

Als Robin Hood lehrt Kevin Costner den Bösen das Fürchten | © Concorde Filmverleih GmbH
Rasante Actionsequenzen mit aufwendigen Stunts und pointierte Dialoge machen Robin Hood – König der Diebe zu einem richtig guten Abenteuerfilm.
Lass die Finger weg, wenn…
…du keine typische Hollywood-Sichtweise auf eine historische Kultfigur suchst. Robin Hood – König der Diebe kratzt hier nur an der Oberfläche und bleibt stets gute Unterhaltung. Moralischen Tiefgang oder eine differenzierte Auseinandersetzung mit der durchaus strittigen Legendenfigur lässt Regisseur Reynolds leider vermissen.
Ironclad - Bis zum letzten Krieger: Heavy Metal im Mittelalter
Im mittelalterlichen England widersetzt sich King John (Paul Giamatti) mit äußerster Brutalität dem aufstrebenden Adel, der mehr Freiheiten für seinen Stand fordert. Nachdem drei erfahrene Tempelritter um Thomas Marshal (James Purefoy) Zeugen jener Gewalttaten werden, müssen sie ihre kampferprobten Fähigkeiten unter Beweis stellen, um den wild gewordenen Monarchen zu stoppen.
Darum solltest du Ironclad – Bis zum letzten Krieger sehen:
Vor allem Splatter-Fans dürften ihre helle Freude an der britischen B-Produktion haben. Angepriesen als „Braveheart auf Speed“, geht Ironclad – Bis zum letzten Krieger in die Vollen, präsentiert abgetrennte Körperteile und blutige Schlachtszenen bis zum Abwinken.

Ironclad - Bis zum letzten Krieger überzeugt mit einem starken Cast | © Universum Film
Dabei nimmt sich der Mittelalterfilm nicht sonderlich ernst, haut auch musikalisch ordentlich drauf und hat mit Paul Giamatti (12 Years a Slave), James Purefoy (Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm), Brian Cox (X-Men 2) und Kate Mara (House of Cards) auch noch jede Menge Starpower zu bieten.
Lass die Finger weg, wenn…
…du mit Shaky Cam-Aufnahmen wenig anfangen kannst. Als B-Movie kämpften die Macher von Ironclad mit geringen finanziellen Mitteln, die sich in schwachen CGI-Effekten niederschlugen. Die wiederum versuchte Regisseur Jonathan English mit Wackelkamera-Aufnahmen zu vertuschen, was die teilweise langen Kampfszenen zu echten Herausforderungen macht.
Braveheart: Mel Gibson im Kampf um die schottische Unabhängigkeit
Schottland gegen Ende des 13. Jahrhunderts: Das Volk leidet schwer unter der Schreckensherrschaft von König Eduard I. (Patrick McGoohan). Als der englische Monarch die Frau von William Wallace (Mel Gibson) öffentlich hinrichten lässt, stürzt sich der auf Rache sinnende Witwer in den politischen Konflikt mit der Besatzungsmacht und zettelt dabei einen Krieg an, der die Geschichte Britanniens nachhaltig verändert.
Darum solltest du Braveheart sehen:
Braveheart dient in dieser Liste quasi als Blaupause für einen epischen Mittelalterfilm. Der knapp drei Stunden lange Blockbuster räumte 1996 satte fünf Oscars ab und strotzt nur so vor Pathos und Mittelalterflair. Monumentale Schlachten gehen Hand in Hand mit einer packenden Geschichte über Freiheit und Selbstbestimmung. Mel Gibson (Mad Max) brilliert dabei als titelgebender Protagonist.

Mel Gibson metzelt sich in Braveheart durch die englischen Besatzer | © 20th Century Fox Home Entertainment
Lass die Finger weg, wenn…
…du zart besaitet bist. Braveheart schlägt deutlich härtere Töne an als beispielsweise Königreich der Himmel, zeigt offen Gewalt inklusive Vergewaltigungen und polarisierte damit nach seiner Veröffentlichung. Für einen lockeren Filmabend vor dem Fernseher ist das Epos also eher weniger geeignet.
Outlaw King: Intensives und exzellent inszeniertes Netflix-Mittelalter-Epos
Anfang des 14. Jahrhunderts will Robert the Bruce (Chris Pine) das beenden, was William „Braveheart“ Wallace nicht gelungen ist: Schottland soll unabhängig von der britischen Krone existieren. Doch der Krieg gegen die Besatzer fordert seine Opfer und lässt die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verschwimmen.
Darum solltest du Outlaw King sehen:
Regisseur David Mackenzie (Hell or High Water) gelang mit Outlaw King ein erschreckend brutales Mittelalter-Epos, das exklusiv bei Netflix veröffentlicht wurde. Die Intensität der Schlachten kann ohne Probleme mit den ganz Großen des Genres mithalten.

Robert the Bruce (Chris Pine) kämpft in Outlaw King um die schottische Unabhängigkeit | © Netflix
Spektakuläre Kamerafahrten, lange Einstellungen ohne Schnitt und toll choreographierte Kampfszenen gehörten ohne Zweifel zum Besten, was Netflix aktuell in dieser Hinsicht zu bieten hat.
Lass die Finger weg, wenn…
…du Hochspannung bis zur letzten Sekunde brauchst, um bei der Stange gehalten zu werden. Outlaw King verliert sich teilweise in den brillanten Bildern, was dem Spannungsbogen des Films manchmal nicht unbedingt guttut.
Black Death: Sean Bean und Eddie Redmayne im übernatürlichen Mittelalterfilm
Im Jahr 1348 wird England von der Pest heimgesucht. Nur ein kleines abgelegenes Dorf scheint von der todbringenden Seuche verschont zu bleiben. Gerüchte besagen, dass die Bewohner einen Bund mit dem Teufel geschlossen haben. Der junge Novize Osmund (Eddie Redmayne) und der erfahrene Ritter Ulric (Sean Bean) werden in das Dorf entsandt, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Darum solltest du Black Death sehen:
Black Death beleuchtet eine der schrecklichsten Perioden des Mittelalters vor dem Hintergrund einer Geschichte über Glauben, Macht und Fanatismus. Als Kulissen wurden dabei viele Schauplätze in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt genutzt. Regisseur Christopher Smith (Creep) verhüllt seine Horror-Szenerie mit einer düsteren Grundstimmung, die Black Death zu einem enorm intensiven Erlebnis macht.

Unheimliche Dinge geschehen in dem Dorf, das Krieger Ulric (Sean Bean) in Black Death untersuchen muss | © Wild Bunch/Central Film
Lass die Finger weg, wenn…
…du dich als alter Hase im Horror-Genre siehst. Black Death greift häufig auf bekannte Stilmittel zurück und verkommt damit streckenweise zu einem billigen Abklatsch bekannter Genre-Vertreter. Das trübt das positive Gesamtbild aber nur geringfügig.
Ritter aus Leidenschaft: Knallige Mittelalter-Komödie mit Heath Ledger
Bis vor kurzem führte Knappe William (Heath Ledger) ein unbescholtenes Leben an der Seite seines Herrn Sir Hector (Nick Brimble). Doch als dieser einen Turnierwettkampf nicht überlebt, übernimmt sein bisheriger Protegé kurzerhand Pferd und Lanze – und gewinnt nicht nur Turniere, sondern auch die Herzen der Frauen.
Darum solltest du Ritter aus Leidenschaft sehen:
Ritter aus Leidenschaft ist der Rockstar unter den Mittelalterfilmen. Krachende Riffs untermalen die Tjostkämpfe, die Hauptdarsteller Ledger (The Dark Knight) und Shannyn Sossamon (40 Tage und 40 Nächte) haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit und die Nebenrollen von Paul Bettany (Avengers: Infinity War) und Alan Tudyk (Firefly – Der Aufbruch der Serenity) stechen aus dem hochkarätigen Cast besonders heraus.

Der Rockstar unter den Mittelalterhelden: William (Heath Ledger) | © Sony Pictures Home Entertainment
Lass die Finger weg, wenn…
…du Wert auf historisch authentische Darstellungen legst. Ritter aus Leidenschaft unterhält unglaublich gut, wenn dich die zahlreichen Anachronismen nicht weiter stören.
The King: Coming of Age-Epos mit atemberaubenden Schlachten
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Henry IV. (Ben Mendelsohn) wird dem lebenslustigen Prinzen Hal (Timothée Chalamet) die absolute Macht über das englische Königreich verliehen. Dem hedonistischen jungen Mann gefällt das gar nicht, zumal er nicht nur die innenpolitischen Interessen wahren, sondern zu allem Überfluss auch noch den Krieg mit Frankreich führen muss.
Darum solltest du The King sehen:
Regisseur David Michôd (Königreich des Verbrechens) präsentiert mit der Netflix-Produktion The King ein beeindruckendes visuelles Erlebnis, das den Flair des Mittelalters und den Schrecken des Krieges vor dem Hintergrund starker Charaktere meisterhaft auf den Bildschirm zaubert. Co-Autor Joel Edgerton (Red Sparrow) sorgt als königlicher Berater Falstaff für einige Lacher in der ansonsten düster inszenierten Geschichte.

König Heinrich V. - ein tragischer Held | © Netflix
Lass die Finger weg, wenn…
…du nicht unbedingt ein Fan von Schauspieler Robert Pattinson (Cosmopolis) bist. Der Twilight-Star scheint in The King fehl am Platz zu sein und mimt seinen Charakter Dauphin derart übertrieben französisch, dass eher der Eindruck einer Satire-Performance entsteht.
Noch mehr Einzelheiten zu The King findest du in unserer Kritik zum Film.
Johanna von Orleans: Volle Frauenpower im Mittelalterkracher von Luc Besson
Im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England scheint kein Ende in Sicht. Bis die erst 17-jährige Jeanne d‘Arc (Milla Jovovich) beim französischen Thronerben Charles de Valois (John Malkovich) erscheint, ihm die Befreiung seines Landes von der englischen Besatzung verspricht und ihm die Krone in Aussicht stellt. Damit beginnt eine der beeindruckendsten Heldengeschichten aller Zeiten.
Darum solltest du Johanna von Orleans sehen:
Gigantische Schlachten, eine authentische Mittelalterszenerie und stark ausdifferenzierte Charaktere sind die großen Pluspunkte des epischen Blockbusters von Regisseur Luc Besson (Lucy).

Jeanne d’Arc (Milla Jovovich) vereint die Massen hinter sich | © Columbia Tri-Star Filmgesellschaft mbhH
Der Franzose orientierte sich bei seiner Darstellung der Johanna von Orleans sehr nah an den historischen Fakten, auch wenn hier und da die Dramaturgie den Vortritt bekam. John Malkovich (Con Air) und Dustin Hoffman (Rain Man) ragen aus dem starken Cast heraus.
Lass die Finger weg, wenn…
…du eine Heldengeschichte nach bekanntem Schema erwartest. Besson porträtiert Jeanne d’Arc als ambivalente Figur mit einigen Schwächen, die nicht unbedingt zu einem sympathischen Bild beitragen. Entsprechend bleibt die Frage, wie Johanna von Orleans letztendlich im geschichtlichen Kontext einzuordnen ist, unbeantwortet.
Der 13te Krieger: Antonio Banderas und eine Wikingerhorde auf Geisterjagd
Der in Bagdad in Ungnade gefallene Poet Ahmad Ibn Fadlãn (Antonio Banderas) wird vom Khalifen nach Norden ausgesandt, um als Botschafter mit den dort ansässigen Völkern in Kontakt zu treten. Auf seiner Reise trifft Ahmad auf eine Gruppe Wikinger. Als diese befürchten, dass eine uralte mystische Macht auf die Erde zurückgekehrt ist, wird der Botschafter kurzerhand in die Truppe aufgenommen.
Darum solltest du der 13te Krieger sehen:
Das Mittelalter existierte nicht nur in Europa. Vor allem in Asien florierte die Gesellschaft in dieser Epoche. Der 13te Krieger entführt dich in diese spannende Zeit, auch wenn die Handlung schnell auf den alten Kontinent wechselt. Vor allem die imposante Inszenierung sticht heraus. Wunderschöne Szenerien wechseln sich ab mit stark choreographierten Actionsequenzen.

Antonio Banderas schließt sich in Der 13te Krieger einer Gruppe Wikinger an | © Concorde Filmverleih GmbH
Lass die Finger weg, wenn…
…du ein Meisterwerk von einem Mittelalterfilm erwartest. Der 13te Krieger musste mit einigen Problemen während der Dreharbeiten klarkommen, darunter ein Regiewechsel. Das Endergebnis spaltete die Kritiker, einige Handlungsstränge vom Anfang wurden letztendlich nicht beendet.
In der Serie The Last Kingdom wirst du ebenfalls zurück in die Wikingerzeit versetzt.
The Last King - Der Erbe des Königs: Norwegischer Mittelalterfilm mit Tormund-Darsteller Kristofer Hivju
Nach dem Tod des norwegischen Königs Hakan entbrennt der sowieso schon schwelende Bürgerkrieg neu. Die oppositionellen Bagler wittern ihre Chance, bekommen aber Wind von einem unehelichen Kind Hakans, das ihren Machtanspruch vernichten würde.
Dumm nur, dass sich der Säugling in der Obhut der beiden Krieger Skjervald (Jakob Oftebro) und Torstein (Kristofer Hivju) befindet, die alles daransetzen, den Kleinen zu beschützen.
Darum solltest du The Last King – Der Erbe des Königs sehen:
Erfrischend anders kommt der norwegische Mittelalterfilm The Last King daher. Die zugrundeliegende Geschichte gestaltet sich für Nicht-Norweger neu, die Landschaftsaufnahmen aus der skandinavischen Wildnis sind spektakulär.

Patchworkfamilie: In The Last King - Der Erbe des Königs kümmern sich Kristofer Hivju (links) und Jakob Oftebro liebevoll um den Thronerben | © Koch Media GmbH
Über allem thront aber Hauptdarsteller Kristofer Hivju (Fast & Furious 8), der spätestens seit seiner Rolle des Tormund Riesentod in Game of Thrones eine treue Fangemeinde hinter sich versammeln kann.
Lass die Finger weg, wenn:
…du alle Hintergründe verstehen willst, um einen Film zu genießen. Durch das Setting im norwegischen Mittelalter mit für hiesige Zuschauer größtenteils unbekannten Figuren gestaltet es sich zuweilen schwierig, die Charaktere voneinander zu unterscheiden. Glücklicherweise ist The Last King aber weniger fokussiert auf seine Protagonisten, was das Werk trotzdem zu einem echten Erlebnis macht.
Macbeth: Michael Fassbender auf dem Weg in den Wahnsinn
Nach einer mysteriösen Vision fasst der schottische General Macbeth (Michael Fassbender) den Plan, seinen König zu ermorden und selbst die Krone an sich zu reißen. Getrieben von seiner ehrgeizigen Frau (Marion Cotillard) setzt Macbeth sein Vorhaben um, führt aber, korrumpiert von Paranoia und Schuldgefühlen, eine wahre Schreckensherrschaft.
Darum solltest du Macbeth sehen:
Die Neuinterpretation des weltbekannten Theaterstücks von William Shakespeare nimmt dich mit auf eine bedrückende Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche.

Macbeth (Michael Fassbender) und seine Frau (Marion Cotillard) verfallen langsam, aber sicher dem Wahnsinn | © Studiocanal GmbH Filmverleih
Michael Fassbender (X-Men: Apocalypse) drückt dem Epos von Beginn an seinen Stempel auf und legt mal wieder eine herausragende Performance hin. Allein seine Verkörperung des hochkomplexen Macbeth ist jede Sekunde wert. Aber auch Marion Cotillard (Inception) überzeugt auf ganzer Linie.
Lass die Finger weg, wenn…
…du mit der Sprache des englischen Mittelalters nicht viel anfangen kannst. Typisch für ein Shakespeare-Stück sprechen Fassbender und Co. eine poetische und komplizierte Sprache, die viel Zeit zur Gewöhnung benötigt. Das könnte abschreckend wirken, hebt den Film aus dieser Liste aber deutlich hervor.
Der Name der Rose: Kriminalgeschichte im Mittelalter mit Sean Connery
William von Baskerville (Sean Connery) und Novize Adson (Christian Slater) werden 1327 in ein abgelegenes Kloster mitten in den italienischen Alpen gerufen. Dort kommen die beiden schnell einem vermeintlichen Selbstmord auf die Spur, der sich ebenso schnell als Mord entpuppt.
Nach weiteren Tötungen führen die Ermittlungen William immer tiefer in einen Sumpf aus Aberglauben, Intrigen und Machtspielen, die kein gutes Ende zu nehmen scheinen.

Sean Connery nimmt in Der Name der Rose als William von Baskerville die Ermittlungen auf | © Neue Constantin Film
Darum solltest du Der Name der Rose sehen:
Der Name der Rose basiert auf dem gleichnamigen Weltbestseller von Umberto Eco und punktet vordergründig mit einer guten Kriminalgeschichte und einer authentischen Szenerie, die auch durch Drehorte in Deutschland ihren Charme entfaltet. Regisseur Jean-Jacques Annaud (Duell – Enemy at the Gates) sorgt für Hochspannung über die gesamte Spielzeit, die dich an den Bildschirm fesseln wird.
Lass die Finger weg, wenn…
…dir der Roman vor allem wegen seiner Vielschichtigkeit gefallen hat. Logischerweise sind die knapp 800 Buchseiten nicht innerhalb von gut zwei Stunden detailgetreu nachzustellen. Viele Handlungsstränge wurden weggelassen, was der Geschichte ihren immensen Tiefgang nimmt.
2019 veröffentlichte Sky Der Name der Rose als Serie. Hier findest du alle Infos darüber.
Die Päpstin: Opulente Buchverfilmung von Sönke Wortmann
Anfang des 9. Jahrhunderts stellt Johanna (Johanna Wokalek) die männerdominierte Ordnung ihres sächsischen Dorfes mit ihrer Intelligenz und Aufgewecktheit auf die Probe. Langsam, aber sicher emanzipiert sich die junge Frau und steigt immer höher in der Hierarchie der katholischen Kirche auf – bis sie schließlich als Papst Johannes auf dem Heiligen Stuhl landet.
Darum solltest du Die Päpstin sehen:
Die Legende eines weiblichen Papstes geistert seit Jahrhunderten durch die Geschichtsschreibung. Regisseur Sönke Wortmann (Das Wunder von Bern) verfilmte den gleichnamigen Bestseller von Autorin Donna Woolfolk Cross 2009 mit hochkarätigem Cast und wurde dafür mit vier Nominierungen beim Deutschen Filmpreis belohnt.

Johanna Wokalek überzeugt als erste weibliche Päpstin | © Constantin Film
Lass die Finger weg, wenn…
…du die Buchvorlage verschlungen hast. Die Verfilmung kommt nicht ansatzweise an das literarische Vorbild heran, lässt eine tiefgründige Charakterentwicklung vermissen und verliert sich häufig zu sehr in der Gender-Thematik.