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Staffel 4 vs. Staffel 2: Der Cast von The Crown im großen Vergleich
Alle zwei Staffeln ändert sich der Cast von „The Crown“, um dem fortschreitenden Alter der Charaktere gerecht zu werden. Doch wer spielt die britischen Royals besser? Zeit für einen Vergleich der „The Crown“-Casts aus den Staffeln 2 und 4!
Queen Elizabeth II: Claire Foy vs. Olivia Colman
Mit dem Casting von Claire Foy landete Netflix einen Volltreffer: Sie spielt gekonnt eine emotionale, unbedarfte und naive junge Frau, die mit nur 25 Jahren den Thron besteigt und fortan das unbeirrbare Aushängeschild des britischen Empire sein soll. Foy schlüpft so überzeugend in die Rolle der Königin, dass sie für viele als Idealbesetzung galt – weshalb Zweifel aufkamen, ob die neue Schauspielerin in Staffel 3 von „The Crown” erfolgreich daran anknüpfen könne.
Doch Olivia Colman gelang es, die Herzen der Fans zu erobern: Ihre Queen Elizabeth ist allerdings deutlich unemotionaler. Colman porträtiert eine zynische, harsche Königin – aber auch eine Regentin, die sich ihrer eigenen Gefühle nicht immer sicher ist. Das zeigt vor allem ihre Reaktion auf den verheerenden Erdrutsch im walisischen Aberfan in Staffel 3.
Im Cast-Duell der „The Crown”-Königinnen gewinnt unserer Meinung nach Colman, da sie der Figur die nötige Tiefe verleiht und in ihrer Darstellung stets unerschütterlich wirkt – ganz im Gegensatz zu Foy. Wir sind bereits gespannt, ob Imelda Staunton in Staffel 5 die Messlatte noch einmal höher legen wird.
13. QUEEN ELIZABETH (THE CROWN)
Claire Foy or Olivia Colman pic.twitter.com/Is7vWujpJb
— Trouble Finder (@explicitlyme_) September 24, 2020
Prinzessin Margaret: Vanessa Kirby vs. Helena Bonham Carter
Elizabeths Schwester Margaret wurde als lebenslustigeres und freigeistigeres Mitglied der Königsfamilie gesehen. Vanessa Kirby stellt sie als Party-Prinzessin mit einer Vorliebe für Zigaretten und Whisky dar. Gleichzeitig steht Kirbys Darstellung stellvertretend für die Schattenseiten des royalen Lebens: Margaret war eine gebrochene junge Frau, die kein Glück in der Liebe hatte.
Auf diesem „Erbe“ baut Kirbys Nachfolgerin Helena Bonham Carter gekonnt auf. Auch sie wirkt stets überzeugend in ihrer Rolle. Aber spätestens in Staffel 4 ist ihre Frustration und ihr ständiges Unglücklichsein nur noch schwer zu ertragen. Das liegt zwar vor allem an ihrer Figur (Margaret soll zeit ihres Lebens wirklich so unglücklich gewesen sein) und Helena Bonham Carter ist eine fabelhafte Schauspielerin – trotzdem ist uns vor allem Vanessa Kirby als rebellische Prinzessin in Erinnerung geblieben.
Vanessa Kirby and Helena Bonham Carter are the Princess Margaret in The Crown👑🥰#TheCrown pic.twitter.com/40SSWDrCO7
— • 𝓢𝓲𝓵 • ☕️🦄 (@_lasilviaaa) October 25, 2020
Philip Mountbatten: Matt Smith vs. Tobias Menzies
Prinz Philip galt als selbstbewusster junger Mann, der mit seiner Position in der königlichen Familie mit der Zeit immer unzufriedener wurde. Matt Smith verleiht der Rolle eine charmante und witzige Seite – die ein wenig verloren geht, als Tobias Menzies sie übernimmt.
In Staffel 3 sind sowohl Prinz Philip als auch Menzies gereift und stehen fest im Leben. Dadurch verblasst der Schauspieler gegenüber dem restlichen Cast – auch dann noch, als seine Figur durch eine Art Midlife-Crisis geht. Beim Duell zwischen Matt Smith und Tobias Menzies erobert daher Smith unser Siegertreppchen.

Matt Smith und Tobias Menzies spielten beide Prinz Philip in „The Crown”. — Bild: Netflix
Antony Armstrong-Jones: Matthew Goode vs. Ben Daniels
Ein ungezügelter Womanizer, der ähnlich wie Wallis Simpson an der schier unzerbrechlichen Fassade der Monarchie rüttelte – was nach 18 Jahren mit einer Scheidung endete. Das ist Antony Armstrong-Jones. Matthew Goode ist als Ehemann von Prinzessin Margaret in der zweiten Staffel von „The Crown” so charismatisch, da hat Ben Daniels als direkter Nachfolger keine leichte Aufgabe vor sich.
Doch es gelingt Daniels, die arbeitsbesessene und exzentrische Seite von Antony Armstrong-Jones besser hervorzubringen als Goode. Dasselbe können wir für die toxische Beziehung zu Margaret sagen. Welches Porträt besser gelungen ist, ist natürlich Geschmackssache. Ben Daniels hat unserer Meinung nach die Nase ein Stück weit vorn.
Vanessa Kirby & Matthew Goode // Helena Bonham Carter & Ben Daniels ✨ #thecrown pic.twitter.com/D0WY7sBowf
— hrh cbe hbc (@frenchbarricade) December 21, 2018
Zugabe: Wer ist der beste Premierminister im „The Crown“-Cast?
Eine fast ebenso große Rolle wie die königliche Familie spielen die Premierminister in „The Crown“. Auch hier kann sich der Cast wirklich sehen lassen – und zwar dank Topstars wie John Lithgow als Winston Churchill, Jason Watkins als Harold Wilson und Gillian Anderson als Margaret Thatcher. Im direkten Vergleich zieht Jason Watkins hier den Kürzeren. Er spielt die Rolle des Harold Wilson zwar ausgesprochen sympathisch und harmoniert wunderbar mit Olivia Colman – allerdings geht er so als netter und harmloser Premierminister etwas unter. Da sind uns Anderson und Lithgow deutlich klarer in Erinnerung geblieben.
John Lithgows Churchill flucht bereits in Staffel 1 auf dem „The Crown”-Parkett – absolut brillant! In Staffel 4 betritt mit Gillian Andersons Thatcher dann endlich eine Frau die politische Bühne. Allerdings sprengt sie aus unserer Sicht den Rahmen. Thatcher galt zwar als eisenhart, unbeirrt und erzkonservativ, aber Andersons Darstellung ist einfach etwas zu viel des Guten. Ihre Performance wirkt stellenweise übertrieben und aufgesetzt. Lithgow war dagegen natürlicher und ungezwungener in seiner Darstellung.
Welches Cast-Mitglied von „The Crown“ hat Dich bislang am meisten überzeugt? Teile es uns gerne in einem Kommentar mit.
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