Gadgets & Wearables
Gegen den inneren Schweinehund – mit diesen cleveren Tricks
Weihnachten ist schon ein Weilchen vorbei, Ostern steht vor der Tür – und eigentlich soll das Speckpolster bis zur Bade- und Urlaubssaison noch etwas schwinden. Wenn da nur nicht der innere Schweinehund wäre.
Denn der findet die interessantesten Argumente, weshalb es doch keine so gute Idee ist, diesen oder jenen guten Vorsatz gerade jetzt in die Tat umzusetzen. Dabei kann man diesen Schweinehund doch – teils recht spaßig – überlisten!
Leckereien einfach wegsperren
Dir geht es da hin und wieder sicherlich wie mir: Du gehst hungrig einkaufen und merkst, dass plötzlich mehr Leckereien im Einkaufskorb liegen, als auf dem Einkaufszettel stehen. Gerade vor Schokolade, Chips und Co. kann man dann kaum Halt machen.
Diese Versuchungen kennen wohl auch die Erfinder des Kitchen Safe. Du willst es durchziehen: 5 Tage keine Kekse? Dann rein mit den „Fehlkäufen“ in den Kitchen Safe und der gibt die Kekse erst nach Ablauf der eingestellten 5 Tage wieder frei. Dienlich ist die Erfindung aber auch der Fitness. Couch Potatoes können die Fernbedienung einfach wegsperren, womit Sport als Alternative zum Zappen plötzlich interessanter wird. Etwas mehr als 40 Euro kostet die Aufbewahrungsbox mit Zeitschloss.

Foto: Kitchen Safe
Unsere technologisierte Welt wäre aber nicht das, was sie ist, wenn es mittlerweile nicht auch eine smarte Lösung für den Kitchen Safe gäbe. Über eine Kickstarter-Kampagne soll das Nachfolge-Modell finanziert werden, der kSafe. Diese Dose dürfte den inneren Schweinehund in Rage versetzen – und den mehr oder weniger motivierten Nutzer plötzlich Berge versetzen lassen. Hier werden die ersehnten Cookies oder die geliebte Fernbedienung erst wieder freigegeben, wenn selbstgesteckte Ziele erfüllt wurden. Diese werden auf dem Smartphone programmiert: Kekse erst nach einem Marathon? Fernbedienung erst nach zwei Wochen Fitnessstudio? Und der Clou dahinter? Das System kann nicht umgegangen werden. Erst, wenn das Ziel tatsächlich erreicht wurde, wird das Objekt der Begierde vom kSafe wieder freigegeben. Tricky, nicht?
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Ganz ohne einsperren: Ablenkungen und Spielereien einfach ausschalten
Sind wir nicht alle nach irgendetwas „süchtig“? Facebook, Twitter, WhatsApp, generell dem Internet oder auch die heiß geliebte Serie, die uns nachmittags von der Arbeit abhält? Eine Runde Xbox Zocken wäre auch nicht schlecht, oder?
Ausgezockt hat es sich mit dem auf der Cebit vorgestellten Aim System, das nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert wie der kSafe: An die programmierbare Box kann man TV, Konsole oder PC anschließen, mit den Apps soll aber auch der Konsum anderer Apps geregelt werden. Erst die Hausaufgaben, dann die Playstation? Streamen der Lieblingsserie erst nach einer Runde Joggen? Die Kommunikation mit Fitnesstrackern soll erlauben, dass gerade sportliche Ziele mit dem Aim System erreicht werden. Alles andere regeln die Boxen und die Apps selbst. Einziges Problem bis dato: Vorerst wird es das Aim System erst in Übersee geben, bei Erfolg auch weltweit.
Ein Tritt für den Schweinehund
Diese Methoden funktionieren alle nach dem Schema: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wer etwas tut, bekommt dann seine Belohnung. So manch einer mag diese Methoden für extrem halten. Andere denken wohl, sie sind noch nicht extrem genug.
Wahren Fitnessmuffeln geht es mit Pavlok an den Kragen. Das etwas andere Wearable lässt sich ebenso über das Smartphone programmieren und verpasst dem Träger Stromstöße, wenn dieser seine guten Vorsätze nicht einhält. Ob dieses Gadget in Deutschland tatsächlich zugelassen würde? Na ja … Aber es muss ja nicht gleich so extrem sein.

Foto: Pavlok
Steigere Deine Leistung
Was gibt es für ein besseres Gefühl als zu wissen, dass man über sich hinauswachsen kann? Eben. Mit den MiCoach-Produkten von Adidas kann man genau jene verbesserte Leistung messen, so zum Beispiel mit dem Speed Cell. Dieses kleinee Anhängsel kann ebenfalls mit dem Smartphone verbunden werden und misst entsprechend Sprungweite und -höhe, Geschwindigkeit, Sprints und vieles mehr. Über die Multi-Sports-App kannst Du Deine Leistung dann entsprechend verfolgen und Dir beim nächsten Mal vornehmen, Dein vorheriges Ergebnis zu verbessern.

Foto: adidas
Einfach mal den Gürtel enger schnallen …
… oder aktiv werden, bevor der Gürtel von selbst enger wird. Der Emiota Belty ist der smarte Gürtel, der den Bauchumfang seines Trägers genau im Auge behält. Wird der Bauch größer, gibt Belty Laut. Der Gürtel passt sich aber auch dem Tagesrhythmus des Trägers an, wird weiter, wenn Du sitzt, und enger, wenn Du stehst. Sitzt Du zu lange, kneift er Dich.
Ob kneifen, Stromschlag oder einfach nur Trick 17, mit coolen Gadgets, fällt es doch gleich leichter, dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen und dabei seine Ziele zu erreichen – fit und sportlich und voll motiviert.